Adolf Fust

Kunstwerkstatt und Hirschhornverarbeitung

Dienstag, 27. August 2019

Zaunbau

Wir bieten unseren Kunden eine umfangreiche Palette von Produkten an. Kreativität und Individualität stehen im ständigen Einklang mit der Urwüchsigkeit des Handwerks.

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Dienstag, 27. August 2019

Hirschhornprodukte

Überzeugen Sie sich von unserem Angebot. Geweihstangen werden auf Wunsch zu Lampen verarbeitet, Sonderwünsche und Extraanfertigungen werden jederzeit ausgeführt.

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Zeitungsartikel vom 28.03.2017 - Kronleuchter aus Rotwild-Stangen

Gelernter Schmied setzt Familientradition fort

„Kunstwerkstatt und Hirschhornverarbeitung“ heißt die Firma von Adolf Fust. Seit der Währungsunion am 1. Juli 1990 führt er sie als selbstständiger Handwerker. Die Grundlagen dafür legte er allerdings durch seine Lehre als Schmied in der väterlichen Werkstatt in Bernitt. Er setzte damit mit seinen Brüdern Wolfgang und Fritz eine Familientradition fort, die Großvater Friedrich begründete. 1985 zog er aus familiären Gründen nach Güstrow und fand Arbeit in der Kunstschmiede des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes, die es seit 1973 gab, als Schmied und Schlosser. Damals konnte allerdings keiner ahnen, dass das einmal sein Unternehmen wird. Hans Wegner war jedoch derjenige, der als damaliger Chef das Potenzial von Adolf Fust erkannte, ihn anleitete und ihn 1989 zu seinem Nachfolger als Werkstattleiter machte. Die Wende ermöglichte ihm dann den Schritt in die Selbstständigkeit.

Fürs Königshaus in Thailand gearbeitet

War zu DDR-Zeiten für die Kunstschmiede oft auch die Regierung der Auftraggeber, hatte Adolf Fust auch nach der Wende mit den „Oberen“ zu tun. Während hauptsächlich Privatleute, Firmen und die öffentliche Hand seine Auftraggeber sind, hat Fust auch schon für das thailändische Königshaus gearbeitet. In Güstrow hat er seine Spuren z.B. mit den restaurierten Fenstern im Bürgerhaus hinterlassen, in Bützow steht in einem Wohngebiet ein Windspiel. Aber Adolf Fust hat ebenso viele Extra-Wünsche erfüllt. So z.B. Eheringe aus Hirschhorn, Bestecke oder die so genannten Sau-Federn als Deko für Jäger und selbst eine Urne für eine Beerdigung.

Was Adolf Fust herstellt, sind Einzelstücke. „Die Ideen kommen mir einfach so“, erklärt er bescheiden. Seine Frau Sylvia, die ihm viel Rückhalt gibt, beschreibt es genau, wie Adolf Fust den Kunden-Wunsch umsetzt: „Mein Mann hat den Blick. Er sieht die Geweih-Stange und gleich die fertige Lampe. Dazu kommt seine jahrelange Erfahrung.“ Außerdem zitiert sie gern Renate, eine Schwester. „Adolf hat eine Ader für das Feine“, ist deren Erklärung für die schönen Dinge, die unter den geschickten Händen ihres Bruders entstehen. Adolf Fust nickt und fügt hinzu: „Ich habe in meinem Leben nie etwas anderes gemacht. Außerdem bereitet mir meine Arbeit Spaß, wenn man sieht, was alles entsteht und die Kunden daran ihre Freude haben.“

Aber nicht nur das Kunstvolle beherrscht Adolf Fust. In seiner Werkstatt entstehen ebenfalls Zäune, Treppengeländer, Fenstergitter. Sein letztes Stück, bei dem er sein handwerkliches Können, aber auch sein Engagement für Güstrow, zeigen konnte, ist die Hellebarde für den Wächter auf dem Bethlehem-Stift in der Gleviner Straße (SVZ berichtete).